Eine junge Familie – zwei Erwachsene, drei Kinder – zieht aufs
Land. Ausgelaugt vom intensiven Stadtleben erhoffen sich die
Erwachsenen einen Neubeginn, auch für die etwas in Schieflage
geratene Beziehung. Sie richten sich ihr bescheidenes Haus her,
alle fünf versuchen im kleinen Dorf Anschluss zu finden. Aber
sie können nicht fliehen, nicht vor sich selbst, nicht vor der
Fremdheit, ihrer eigenen und derjenigen der Dorfbewohner.
Im kleinen Haus, zuhinterst im Tal und weg vom Dorf, sucht die
Familie ein neues Zuhause, ein neues Leben. Zunächst sind sie
beschäftigt mit der Sanierung des Hauses, doch bald folgt der
Wunsch nach sozialer Anbindung in der Dorfgemeinschaft. Die
Kinder werden von den Mitschülern nicht akzeptiert und auch die
Erwachsenen realisieren bald, dass es mit einem Besuch in der
Dorfkneipe nicht getan ist. Ein wirklicher sozialer Kontakt
entwickelt sich nur zu den beiden anderen Zugezogenen, dem
Dorflehrer und seiner psychisch labilen Frau. Besonders gut
scheinen sich ebendiese und der Familienvater zu mögen.
Ausgelöst durch diese Spannung und durch die aufkeimende
Freundschaft des ältesten Sohnes mit dem Försterjungen brechen
alte und neue, innere und äußere Konflikte auf. Die
Konstellationen kommen in Bewegung, plötzlich ist alles offen,
alles möglich, nach oben, nach unten.
Daniel Mezger gelingt es
mit »Land spielen« sprachlich und formal grandios, diese
Geschichte von der Suche nach dem Glück, von innerer und äußerer
Fremdheit, modernem Zusammenleben und der Migration im Kleinen
zu erzählen.
Salis Verlag, 2012
Gebunden
320 Seiten
ISBN: 978-3-905801-71-2
www.elstersalis.com
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»Über aller Logik, aller Schönheit: direkt ins Herz, ins Jetzt. Mehr kann man von Literatur nicht erwarten. Mehr kann Literatur nicht.«
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung
»Sanft und zugleich unerbittlich, nüchtern und doch mit Emphase begleitet Mezger seine Figuren auf ihrem Weg in die Schmerzzonen der Existenz. Dass der Verstoßung aus den schönen Träumen eines besseren Lebens durchaus auch eine robuste Komik innewohnt, gehört zu den nicht wenigen Vorzügen dieses Debüts.«
Neue Zürcher Zeitung.
»Ein literarischer Wurf.«
Tages-Anzeiger.
»Das Düstere und Gewichtige an seinem beachtlichen Roman über die Unmöglichkeit, Konflikte durch Ortswechsel zu lösen, über die Grenzen von Träumen, über die Konflikte in abgekühlten Verbindungen wird vom Humor des Autors immer wieder ins Erträglichere gemildert. Auch aus diesem Grund verfolgt man Mezgers Demontage eines großen Traums mit gespannter Aufmerksamkeit.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung.
»Daniel Mezger beobachtet herrlich genau und schreibt diesen Roman in rasch getasteter, geläufig vorandrängender Sprache. Unprätentiös unterlegt der Autor seiner Geschichte die Substruktur: vom Wir zu den Ichs. Nach dem Lesevergnügen bleibt hängen, wovon dieses Buch spricht: vom Leben allein und mit anderen.«
Neue Luzerner Zeitung.
»Selten wurden die auseinanderdriftenden Kräfte innerhalb einer Familie so unheimlich genau und gleichzeitig so subtil unaufgeregt in den Blick genommen, wie auf diesen 313 Seiten.«
Bieler Tagblatt.
»Ein literarisches Schwergewicht.«
Radio FM4 – ORF
»Ein Hochgenuss«
Literarischer Monat
»Meisterhaft!«
Buch-Tipp, SRF3
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